RESSORTS.
Acht Felder, in denen wir kontinuierlich publizieren — von der Murnau-Restauration bis zur Live-Klavierbegleitung in Bonn.
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Klassiker
Das Hauptressort der deutschen und internationalen Stummfilm-Klassik. F.W. Murnau mit „Nosferatu" 1922 und „Sunrise" 1927 als Höhepunkten des deutschen Expressionismus, Fritz Lang von „Dr. Mabuse der Spieler" 1922 bis „Metropolis" 1927 und „M" 1931 als später Vertreter, Ernst Lubitsch in seiner Berliner Komödien-Phase, G.W. Pabst mit „Die Büchse der Pandora" 1929 und der Brooks-Verkörperung, Robert Wiene als „Caligari"-Regisseur mit der Caligari-Ästhetik 1920. Wir behandeln Werks-Analysen mit Schnittfassungs-Vergleichen, Restaurations-Status und Premieren-Geschichte.
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Komödie
Das Slapstick-Ressort. Charlie Chaplin in seiner Tramp-Tradition seit 1914 mit „The Kid" 1921, „The Gold Rush" 1925 und „City Lights" 1931 als später Stummfilm-Höhepunkt, Buster Keaton mit „The General" 1926 und „Sherlock Jr." 1924 als kinetischer Gegen-Tradition, Harold Lloyd mit „Safety Last!" 1923 und seinen Brillen-Auftritten, Mack Sennett als Keystone-Cops-Produzent, Harry Langdon und Roscoe Arbuckle als oft unterrepräsentierte Klassiker. Wir behandeln Gag-Architektur, Tempo-Geometrie und Filmkomik-Geschichte.
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Drama
Das Drama-Ressort der Stummfilm-Ära. D.W. Griffith mit „The Birth of a Nation" 1915 und „Intolerance" 1916 als technisch-pionierhafte aber politisch problematische Werke (Birth-Rezeptions-Kritik bleibt zentral), Mary Pickford als Amerikas „Sweetheart" und Mit-Gründerin der United Artists 1919, Lillian Gish als Griffith-Stamm-Schauspielerin mit „Broken Blossoms" 1919 und „Way Down East" 1920, Cecil B. DeMille als spätere Hollywood-Tradition-Begründer, Erich von Stroheim mit „Greed" 1924 als legendär-zerstückeltes Meisterwerk. Wir behandeln Werks-Geschichte und Restaurations-Diskussion.
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Avantgarde
Das Avantgarde-Ressort. Fernand Léger mit „Ballet mécanique" 1924 als kubistisch-mechanische Studie, Luis Buñuel mit „Un chien andalou" 1929 (gemeinsam mit Salvador Dalí) als surrealistisches Manifest, Walter Ruttmann mit „Berlin — Die Sinfonie der Großstadt" 1927 als Großstadt-Symphonie, Dziga Vertov mit „Der Mann mit der Kamera" 1929 als reflexive Kino-Studie, Sergei Eisenstein mit „Panzerkreuzer Potemkin" 1925 als Montage-Lehrstunde. Wir behandeln Avantgarde-Theorie (Eisenstein, Vertov, Pudowkin) und Avantgarde-Praxis.
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Musik
Das Musik-Ressort. Stummfilm-Pianisten-Tradition seit der Originalpraxis 1910er (Klavier-Schemata, Improvisation, fertige Cue-Sheets), zeitgenössische Filmpianisten (Stephen Horne, Günter Buchwald, Joachim Bärenz, Jelena Kuljić in Bonn-Tradition), Komponisten-Neuvertonungen (Carl Davis bis zu seinem Tod 2023 mit großen Score-Werken zu „Napoleon" und „Intolerance", Bernd Schultheis als deutscher Vertreter, Mauro Coceano in Italien), Orchester-Live-Begleitungen bei Festivals. Wir berichten Pianisten-Praxis und Komponisten-Werke.
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Restauration
Das Restaurations-Ressort. F.W. Murnau-Stiftung Wiesbaden als zentrale deutsche Filmarchiv-Institution für deutsches Filmerbe, Deutsches Filminstitut & Filmmuseum Frankfurt mit umfangreicher Stummfilm-Sammlung, Bundesarchiv-Filmarchiv als Stockholding-Trägerin, Filmoteca Española Madrid, Cineteca di Bologna mit jährlicher Il-Cinema-Ritrovato-Festival-Tradition, FIAF (Fédération Internationale des Archives du Film) als Koordinations-Verband. Nitrat-Film-Erhaltung, 4K-DCP-Digitalisierung, Acetat-Migration, Polyester-Sicherheitskopie als technische Standards. Wir behandeln Restaurations-Praxis konkret.
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Geschichte
Das Geschichts-Ressort. Stummfilm-Ära als programmatischer Zeitraum 1894 (Edison-Kinetoskop, Lumière-Cinématographe) bis 1929 (Übergang zum Tonfilm mit „The Jazz Singer" 1927 als oft-genannter aber technisch ungenauer Caesur), klassische Periodisierung in „Cinema of Attractions" 1894–1907 (Gunning-Periodisierung), Klassischer Hollywood-Stummfilm 1917–1927, deutscher Expressionismus 1919–1924, sowjetische Montage-Schule 1924–1930, Übergang zum Tonfilm 1927–1931 mit Schauspieler-Karriere-Brüchen und Sprach-Versions-Praxis. Wir schreiben Filmgeschichte präzise.
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Praxis
Das Festivals-/Praxis-Ressort. Bonn-Stummfilmtage seit 1984 als deutsches Stummfilm-Festival mit umfangreicher Live-Begleitung-Tradition (jährlich August), Le Giornate del Cinema Muto Pordenone als europäisches Stummfilm-Welt-Festival seit 1982 (jährlich Oktober), San Francisco Silent Film Festival seit 1996 als US-Counterpart (jährlich Mai), British Silent Film Festival in Leicester, Il Cinema Ritrovato Bologna mit Stummfilm-Schwerpunkt, kleinere Festivals wie Stummfilmnacht Kiel oder Berlin-Babylon-Stummfilm-Reihe. Wir kuratieren Festival-Programme und schreiben Erlebnis-Berichte.
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